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Yours *TrulyJuly*

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Das Nachbargrundstück – wem gehört‘s denn nun?

Das Nachbargrundstück – wem gehört‘s denn nun?

Wir haben Schwierigkeiten, den Besitzer des benachbarten Grundstücks ausfindig zu machen – da müssen wir ran um so ein Dränrohr zu installieren. Wenn wir den nicht finden, müssen wir da quasi einbrechen, keine tolle Idee.

Über eine Freundin, die Maklerin ist, konnte ich wenigstens den Namen ausfindig machen. Allerdings ist es ein Allerwelts-Name, der noch nicht mal richtig geschrieben aussieht. Eine Suche im Telefonbuch ergab zwar 10 ähnliche Namen, aber diese anzurufen hat nichts erbracht.

Aber es scheint, als würde diese Personensuche besser im echten Leben voranschreiten als im Internet: Die Welt ist doch klein, und vor allem Kapstadt.

Letzte Woche Dienstag kam Christian nach Hause und erzählte mir dies: Endlich war er in Bo-Kaap dazu gekommen, den neuen Metzger auszuchecken. Zwei seiner Freunde hatten ihm die Metzgerei empfohlen. Er geht also dumdidum in den Laden und sieht wen: Den vorherigen Besitzer unseres Hauses, der es nur verkaufen musste, um diese Metzgerei zum Laufen zu bringen. Das war jetzt etwas komisch, denn es war ja schon ein bisschen hin und her mit Zertifikaten und Reparaturen. Naja, Christian war trotzdem nett, was soll er auch machen. Der ehemalige Besitzer war wohl etwas reserviert, aber was soll denn auch er machen.

Den Donnerstag darauf der nächste ulkige Zufall: Christian unterhielt sich mit einem der Anstreicher auf einer seiner Baustellen, wo er die Küche einbaut. Er witzelte: „Ist dies Dein Haus?“ Denn natürlich ist dem nicht so, diese Häuser sind alle Millionendinger. Der Anstreicher sagte: „Nein, ich wohne in Woodstock.“ – „Ah, wo denn?“ fragte Christian. „In Greatmore Street.“ – „Echt? Da haben wir gerade ein Haus gekauft.“ – „Ja, welches denn?“ „Nummer 25.“ – „Ne, echt, in dem Haus bin ich geboren worden!“ Wow, wir kennen jetzt also jemanden, der in unserem Haus geboren ist! Unglaublich!

Und heute habe ich unsere Nachbarin kennengelernt: Sie macht gerade genau das, was wir machen müssen: Das Nachbargrundstück frei räumen und ein Dränrohr einbauen. Das könnte heißen, dass wir es nicht mehr machen müssen. Zumindest heißt es, dass schon mal die Hälfte der Arbeit erledigt ist. Also sehr gute Neuigkeiten. Sie kennt den Besitzer des Nachbargrundstücks und hat Schlüssel. Wir brauchen also nirgendwo mehr einzubrechen!

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